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Nuklearmedizinische Therapie
Radiosynoviorthese

Prinzip des Verfahrens

Die Radiosynoviorthese (RSO) wird zur lokalen Behandlung schmerzhaft entzündeter Gelenke eingesetzt.

Durch die Strahlung einer geeigneten Radioaktiven Substanz wird die entzündete Gelenkschleimhaut (Synovialis) behandelt und so der nicht entzündete Zustand wiederhergestellt (Orthese).

Dafür wird jeweils eine der folgenden radioaktiven Substanzen in das betroffene Gelenk gespritzt:
Für


große Gelenke
 
Kniegelenke: Yttrium - 90

mittlere Gelenke
 
 
Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Hüft- und Sprunggelenke: Rhenium - 186

kleine Gelenke
 
z. B. Finger- und Zehengelenke: Erbium - 169

Bei diesen drei Stoffen handelt es sich um sogenannten Betastrahler. Durch die sehr kurze Reichweite der Strahlung im Millimeterbereich wird eine therapeutische Wirkung im entzündeten Gewebe erreicht. Die eingesetzte radioaktive Substanz wird abhängig von der benötigten Reichweite angepasst.
Nach der Injektion der radioaktiven Substanz, die an Kolloide (Kristalle) in einer Lösung gebunden sind, kommt es zu einer gleichmäßigen Verteilung in der Gelenkflüssigkeit. Die Stoffe werden von den Zellen der kranken Gelenkschleimhaut aufgenommen, sodass sich die gewünschte Wirkung schwerpunktmäßig in der erkrankten Gelenkschleimhaut abspielt.

Die Wirkung tritt allmählich ein, manchmal schon nach wenigen Tagen, in manchen Fällen auch erst nach Wochen oder Monaten.
Die Erfolgsquoten liegen bei rheumatischen Gelenkerkrankungen bei 60–80 %.
Bei nicht ausreichender Wirksamkeit kann die Therapie ggf. auch mehrfach wiederholt werden. Dies kann insbesondere bei schon weit fortgeschrittenen krankhaften Veränderungen vorkommen.

Weitere Informationen zur Radiosynoviorthese finden Sie im rechten Bereich unter der Fotografie.


Radiosynoviorthese

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