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Röntgentherapie
Prinzip des Verfahrens
Die Orthovolttherapie ist eine Schmerzbehandlung. Dabei wird Röntgenstrahlung mit höherer Energie als bei der Röntgenuntersuchung im zu behandelnden Schmerzbereich angewendet. Die Dosis (Strahlenmenge) ist allerdings gering, so dass Nebenwirkungen selten und in der Regel nicht schwerwiegend sind.
Die Strahlung bewirkt durch Reizung im behandelten Körpergebiet u. a. eine Stoffwechselaktivierung mit der Folge einer vermehrten Durchblutung. Hierdurch können schmerzhafte Prozesse günstig und lindernd beeinflusst werden.
Die Behandlung wird deshalb auch Röntgen-Reizbestrahlung genannt.
Indikationen
Behandelt werden können Schmerzprozesse sowohl im knöchernen als auch im Weichteilgewebe. Überlastungsvorgänge mit Schmerzfolgen kommen besonders häufig in gelenknahen Bereichen vor. Als Indikationen für die Anwendung der Orthovoltbehandlung (Röntgen – Reizbestrahlung) gelten einerseits schmerzhafte entzündliche Reizzustände wie :
Periarthrosis humeroscapularis (PHS)
Epicondylitis humeri radialis oder ulnaris (EHP)
Calcaneodynie (plantarer und dorsaler Fersensporn)
Achillodynie
Spondylose
Osteochondrose,
andererseits auch durch Arthrose bedingte Schmerzen bei:
Coxarthrose
Gonarthrose
Omarthrose
Polyarthrose
Rhizarthrose
Spondylarthrose,
sowie zur Prophylaxe heterotoper Ossifikationen.
Durchführung
Vor der Behandlung erfolgt eine gründliche Untersuchung und Diagnosestellung. Dann werden das Zielgebiet der Bestrahlung und die anzuwendende Strahlendosis festgelegt. Die geplante Strahlendosis wird in der Regel nicht in einem Vorgang, sondern in kleinen Portionen in einer Serie von kurzen Bestrahlungen angewandt.
Ein häufiges Schema einer Serie besteht z.B. aus 3 Bestrahlungen pro Woche über 14 Tage. Es hat sich bewährt, nach einer etwa 6-wöchigen Pause eine zweite Bestrahlungsserie durchzuführen. Die Wirkung der Behandlung kann im Einzelfall auch erst nach Wochen eintreten.



Das Bild zeigt die Situation bei der
Bestrahlung im Bereich des Fußes.