Überörtliche Gemeinschaft (GbR) für diagnostische und interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin
DIRANUK

Palliative Radionuklidtherapie

Was ist eine palliative Radionuklidtherapie?

Die palliative Radionuklidtherapie ist eine nuklearmedizinische Therapie, die zur Schmerzbehandlung bei Knochenmetastasen eingesetzt wird. Dabei wird eine radioaktive Substanz in eine Vene injiziert, die die Konzentration schmerzfördernder Faktoren in den Metastasen verringert.

Die injizierte radioaktive Substanz reichert sich konzentriert in den Knochenmetastasen an. Bei der palliativen Radionuklidtherapie werden sogenannte Betastrahler eingesetzt. Diese bewirken eine lokale Bestrahlung der Tumor- und Entzündungszellen innerhalb einer Reichweite von wenigen Millimetern. Auf diese Weise werden die schmerzfördernden Komponenten in den Metastasen reduziert.
Komplikationen sind für die Patienten nicht zu erwarten, da die radioaktive Substanz nur eine Reichweite im Millimeterbereich hat und somit die im Umfeld liegenden Gewebestrukturen nicht erreicht.

Wann wird die palliative Radionuklidtherapie angewandt?

Bei Knochenmetastasen im fortgeschrittenen Krebsstadium lassen sich die Schmerzen durch Daueranwendung starker Schmerzmedikamente (z. B. Opiate) nicht immer ausreichend unterdrücken. In diesem Fall können durch eine möglichst frühzeitige Anwendung der palliativen Radionuklidtherapie das Ausmaß und die Dauer der Schmerzreduktion gesteigert werden.

Wie wird die palliative Radionuklidtherapie durchgeführt?

Die palliative Radionuklidtherapie wird ambulant in unseren Praxen oder auf unserer nuklearmedizinischen Therapiestation im Klinikum Mitte durchgeführt. Hierbei wird Ihnen eine radioaktive Substanz in eine Vene injiziert. Falls keine aktuellen Bilder einer Knochenszintigraphie vorliegen, muss vor der Behandlung ggf. eine Knochenszintigraphie in der Praxis DIRANUK durchgeführt werden.

Beachten Sie bitte, dass Sie die Überweisung Ihres behandelnden Arztes mitbringen – für gesetzlich versicherte Patienten ist diese zwingend erforderlich.

Was sind die Vorteile der Behandlung in der Diranuk?

Als Nuklearmediziner der Praxis DIRANUK und des Klinikums Bielefeld, verfügen unsere Fachärzte über eine langjährige Expertise in der Durchführung der palliativen Radionuklidtherapie. Eine schnelle Terminvergabe, eine angenehme Atmosphäre, barrierefreie Räumlichkeiten sowie eine verkehrsgünstige Lage sorgen zudem für einen hohen Patientenkomfort.

Neben der hohen ärztlichen Kompetenz entspricht die apparative und methodische Ausstattung der DIRANUK und der Klinik für Nuklearmedizin dem Gesamtspektrum der benötigten nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie.

Auch die Räumlichkeiten sind perfekt auf die Patientenbedürfnisse abgestimmt. Sowohl die nuklearmedizinische Station im Klinikum Mitte als auch die Praxis DIRANUK sind barrierefrei und natürlich mit einem Fahrstuhl ausgestattet.

Die Kooperation zwischen dem Klinikum und der Praxis DIRANUK ermöglicht zudem einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den verschiedenen Standorten. Selbstverständlich sind wir darum bemüht, Ihnen so schnell wie möglich einen Termin zur palliativen Radionuklidtherapie in der Klinik bzw. zur Knochenszintigraphie in der Praxis DIRANUK anzubieten und einen einwandfreien Ablauf im Sinne der Patienten zu gewährleisten.

Sowohl die nuklearmedizinischen Praxen der DIRANUK (Bielefeld, Feilenstraße und Gütersloh Eichenallee) als auch das Klinikum Mitte liegen zentral und sind mit dem Auto gut zu erreichen. An allen Standorten sind Parkplätze bzw. Parkhäuser vorhanden.

Was sollte der Patient nach der Behandlung beachten?

Die Wirkung der Therapie tritt nach 1 bis 2 Wochen ein und hält etwa 4 bis 6 Monate. Die verwendete Substanz wird allgemein gut vertragen, allergische Reaktionen sind unbekannt.

Bei bis zu 80 Prozent aller Patienten lassen sich die Schmerzen durch die palliative Radionuklidtherapie z. B. mit Samarium stark reduzieren. Bei Bedarf kann die Behandlung nach 2 bis 3 Monaten wiederholt werden.