Überörtliche Gemeinschaft (GbR) für diagnostische
und interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin
DIRANUK

Computertomographie (CT)

Was ist eine Computertomographie (CT)?

Die Computertomographie, kurz CT genannt, ist ein modernes diagnostisches Verfahren, das mithilfe von Röntgenstrahlen detailgetreue Schnittbilder jeder beliebigen Körperregion erzeugen kann.

Während der Untersuchung rotieren eine Röntgenröhre und die ihr gegenüber angeordneten Empfangsdetektoren sehr schnell kreisförmig um den Patienten. Der fein gebündelte fächerförmige Röntgenstrahl wird beim Durchtritt durch den Körper abgeschwächt und in jeder Position von den Detektoren gemessen. Bei der CT-Untersuchung entstehen aus tausenden solcher Messwerte, die an einen Computer weitergeleitet und dort verarbeitet werden, überlagerungsfreie Schichtbilder (Tomogramme).

Heutiger Stand in der Computertomographie ist die Mehrzeilen-Spiral-CT (Multi-Slice-CT). Hierbei wird während einer Röhrenrotation um den Patienten nicht nur eine Schichtaufnahme erstellt, sondern gleich mehrere. Hierdurch erhöht sich die Geschwindigkeit des Untersuchungsablaufs deutlich. Auch die Genauigkeit der Untersuchung nimmt durch immer mehr und feinere Schichten zu. Aufgrund des erheblichen Leistungsgewinns können jetzt auch dreidimensionale Bilder und Bilddarstellungen in nahezu jeder Blickrichtung angefertigt werden, angepasst an die individuelle Anatomie des Patienten und die medizinische Fragestellung.

Bei der Computertomographie machen sich viele Patienten Sorgen um die Strahlenbelastung. Diese ist tatsächlich höher als bei der konventionellen Röntgenuntersuchung, denn beim CT ergibt sich durch die 360°-Abtastung eine relative Gleichverteilung der Dosis über den Köperquerschnitt. Allerdings ist auch der Informationsgehalt der CT-Untersuchung um ein vielfaches höher als bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung.

Wenn eine Computertomographie durchgeführt werden soll, besteht dafür aus medizinischer Sicht eine diagnostische Notwendigkeit, die Röntgenverordnung spricht in § 23 RöV von der „rechtfertigenden Indikation“. Der Nutzen der Untersuchung ist demzufolge deutlich größer als das Risiko durch die Strahlenbelastung. Die Computertomographie soll heute nach Möglichkeit als Low-Dose-CT (Niedrig-Dosis-CT) durchgeführt werden.

Wann wird die Computertomographie (CT) angewandt?

Die Computertomographie verfügt über eine hohe Detailauflösung und kommt bei Beschwerden verschiedener Körperregionen zum Einsatz. Aufgrund des vielfältigen Einsatzbereichs und der Überschneidungsfelder mit dem strahlungsfreien MRT, entscheidet der behandelnde Arzt je nach diagnostischer Fragestellung, ob das CT oder ein anderes bildgebendes Verfahren zum Einsatz kommt. Die Orientierungshilfen der Strahlenschutzkommission helfen bei der Auswahl des zu priorisierenden Untersuchungsverfahrens.

Anwendungsgebiete

Kopf

Die Untersuchung ermöglicht sowohl die Beurteilung des Hirngewebes als auch die des Knochens. Häufige Fragestellungen für eine Computertomographie des Kopfes sind die Abklärung unklarer Kopfschmerzen, Ausschluss von Tumoren, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen und Unfallfolgen wie Blutung oder Fraktur.

Hals

Die Computertomographie ist als Verfahren auch zur raschen und umfassenden Untersuchung des Halses geeignet. Häufige Fragestellungen sind die Abklärung von Lymphknotenschwellungen, die Diagnostik der Speicheldrüsen und des Kehlkopfes, sowie die Darstellung der Halsgefäße mit der Frage nach relevanten Einengungen und Verkalkungen.

Brustraum (Thorax)

Die Computertomographie ist aufgrund ihrer exzellenten Kontrastauflösung und überlagerungsfreien Darstellung weiterhin die empfindlichste Methode zur Abklärung von Erkrankungen des Lungengewebes. Auch die Weichteile des Mediastinums (in der Mitte des Brustraumes neben dem Herzen) mit den Gefäßen und den Lymphknoten werden lückenlos dargestellt. Bei der Beurteilung der Atemwege ist die Computertomographie eine wichtige Ergänzung zur Bronchoskopie. Indikationen sind beispielsweise eine Lungenembolie oder eine unklare Lungenentzündung.

Bauchraum

Die Computertomographie ist in sehr vielen Fällen ein ideales Untersuchungsverfahren zur Untersuchung von Erkrankungen des Bauchraumes bzw. der Organe Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren und Nebennieren. Auch vergrößerte Lymphknoten lassen sich ebenso wie freies Wasser im Bauch sehr gut erkennen. Die hohe Bildqualität macht die Computertomographie zudem zum primären diagnostischen Verfahren für die Abklärung und Verlaufskontrolle von bösartigen Erkrankungen des Bauchraums.

Wirbelsäule

Bei chronischen Beschwerden der Wirbelsäule kann mittels CT die diagnostische Fragestellung sehr oft sicher beantwortet werden. Der Nachweis von knöchern bedingten Beeinträchtigungen der Nervenstrukturen bei spinaler Enge stellt eine Domäne der Computertomographie dar. Die Computertomographie ermöglicht darüber hinaus eine sehr präzise Diagnostik der knöchernen Strukturen nach Unfallverletzungen.

Skelett

Für traumatologische Fragestellungen (Verletzungsfolgen) verdrängt die Spiral-CT, mit der Möglichkeit aus primär erstellten Querschnittsbildern sekundär Seit- und Frontalansichten sowie 3-D Bilder zu rekonstruieren, zunehmend die herkömmliche Röntgenschichtuntersuchung (Tomographie). Besonders bei komplexen Frakturen mit Gelenkbeteiligung hat die Computertomographie die Diagnostik revolutioniert.

Wie wird die Computertomographie (CT) durchgeführt?

Während der Untersuchung befindet sich der Patient auf einer beweglichen Liege, die sich langsam durch die ringförmige Öffnung des Gerätes bewegt. Dabei kreist die für den Patienten nicht sichtbare Röntgenröhre um den zu untersuchenden Körperbereich. Bei einigen Fragestellungen bedarf es einer speziellen Vorbereitung, z. B. mittels Kontrastmittel. Bitte bringen Sie für die Untersuchung eine entsprechende Überweisung des behandelnden Arztes mit – für gesetzlich versicherte Patienten ist diese zwingend erforderlich.

Viele Patienten verwechseln das CT und das MRT miteinander und bezeichnen beides umgangssprachlich als „Röhre“. Die „Röhre“ beschreibt allerdings nur das MRT. Das CT ist offener gebaut, sodass es Patienten mit Platzangst in der Regel weniger Probleme bereitet. Auch Klopfgeräusche, wie sie im MRT vorkommen, entstehen nicht. Während der wenige Minuten dauernden CT-Untersuchung ist nur ein leichtes Surren zu hören. Wichtig für die Bildqualität ist, dass der Patient während der Untersuchung ruhig und entspannt liegt und sich nicht bewegt. Unser kompetentes Fachpersonal steht während der kompletten Untersuchung in Sicht- und Sprechkontakt zum Patienten.

Bei der Untersuchung des Brust- und Bauchraumes muss kurz die Luft angehalten werden (nach gegebenen Atemkommandos), um Unschärfen durch Atembewegungen zu vermeiden.

Lediglich vor Untersuchungen der Gallenblase ist es notwendig, dass Sie nüchtern zur Untersuchung erscheinen, ansonsten ist dies nicht erforderlich.

Untersuchung mit jodhaltigem Röntgenkontrastmittel

Vor der Untersuchung wird nach den Beschwerden gefragt sowie nach einer möglichen Schwangerschaft, einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Kontrastmittelunverträglichkeit oder einer Einschränkung Ihrer Nierenfunktion.

Für Untersuchungen des Kopfes, des Halses, des Brustraums und der Wirbelsäule wird in der Regel ein jodhaltiges Kontrastmittel injiziert.

Für Untersuchungen des Bauchraumes wie auch des Beckens wird ca. 30-120 Minuten vor der Untersuchung ein Kontrastmittel zum Trinken gereicht, um Dick- und Dünndarm zu kontrastieren und gegenüber den übrigen Bauchorganen abgrenzen zu können. Bei gynäkologischen Fragestellungen oder bei dem Verdacht auf Erkrankungen des Enddarms kann es notwendig sein, zusätzlich Kontrastmittel als Einlauf zu verabreichen.

Aktueller Creatinin-Wert und TSH-Basal-Wert

Für einen reibungslosen und termingerechten Untersuchungsablauf sind bei einer Computertomographie von Kopf, Thorax und Bauch im Interesse des Patienten erforderlich:

  • ein aktueller Creatinin-Wert,
  • ein aktueller TSH-basal-Wert.

Beide Bestimmungen sollten nicht länger als drei Monate zurück liegen.

Bitte beachten Sie:

  • eine antidiabetische Biguanid-Medikation sollte mind. 48 Std. vor der Untersuchung abgesetzt werden,
  • eine gezielte Fragestellung auf dem Überweisungsschein zu vermerken.

Was sind die Vorteile der Computertomographie (CT) in der DIRANUK?

Mit jährlich mehreren tausend Untersuchungen an insgesamt sechs Standorten verfügt die DIRANUK über eine große Routine in der Durchführung der Computertomographie. Die hohe Kompetenz des Fachpersonals wird ergänzt durch modernste Geräte, die eine optimale Diagnosequalität, eine minimale Strahlenbelastung und ein sehr gutes Zeitmanagement für die Patienten gewährleisten. Einen Termin für ein CT erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Tage. Eine Notfalldiagnostik wird selbstverständlich sofort gewährleistet. Für Patienten mit Platzangst und adipöse Patienten steht am Standort Welle ein CT mit einem besonders kurzen und weiten Tunnel zur Verfügung.

Die DIRANUK besitzt im Bereich der Computertomographie innovativste Geräte, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Alle Standorte sind mit leistungsstarken 16-Zeiler-Geräten ausgestattet, in der Bielefelder Feilenstraße ist ein 64-Zeiler-CT installiert. Kurze Untersuchungszeiten und die konsequente Durchsetzung des Low-Dose-Prinzips (niedrige Strahlung) garantieren beste medizinische Betreuung und höchsten Patientenkomfort.

Mithilfe einer speziellen Software ermöglicht die DIRANUK zusätzlich zum herkömmlichen CT eine fallbezogene 3-D-Analyse. Mittels aufwendiger, spezieller Rechenverfahren lassen sich dabei perspektivische 3-D Bilder erzeugen, die als weiteres wichtiges Mittel in der Diagnosefindung dienen.

Bei allen Untersuchungen wird streng darauf geachtet, dass dem Strahlenschutz größte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es gilt dabei der Grundsatz: So wenig Dosis wie möglich, nur so viel wie unbedingt notwendig. Die Sicherheit der Patienten hat in der DIRANUK zu jeder Zeit allerhöchste Priorität. Das kompetente Team, bestehend aus Ärzten, Assistenzpersonal und Medizinphysikexperten, sorgt dafür, dass alle Patienten von einem höchstmöglichen Maß an Sicherheit profitieren.

Durch das standortübergreifende Angebot im Bereich der Computertomographie können Patienten frei wählen, ob sie in Bielefeld, Gütersloh oder Bad Salzuflen untersucht werden möchten. Vorbefunde stehen an jedem Standort zur Verfügung.

Alle Praxen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto gut zu erreichen. Bahnhöfe, Straßenbahn- oder Bushaltestellen sind nur wenige Minuten entfernt. Ebenfalls sind an allen Standorten ausreichend Parkplätze vorhanden.

Was sollte der Patient nach der Untersuchung beachten?

Sinnvoll ist es, wenn Sie einen Röntgenpass führen, der Ihnen einen Überblick über die Gesamtzahl Ihrer Untersuchungen gibt. Einen solchen Pass erhalten Sie in unseren radiologischen Abteilungen.
Patienten, die für die Computertomographie Kontrastmittel bekommen haben, sollten zudem nach der Untersuchung viel trinken.