Überörtliche Gemeinschaft (GbR) für diagnostische
und interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin
DIRANUK

Digitale Mammographie

Was ist eine digitale Mammographie?

Mammographie wird die Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust genannt. In den zurückliegenden Jahren wurde die Mammographie auf Spezial-Röntgenfilmen durch die Einführung digitaler Techniken in Deutschland nahezu flächendeckend ersetzt.

Zu unterscheiden sind Speicherfolien-Reader-Systeme und Vollfeld-Detektoren. In ca. 10 Millionen Bildpunkten erzeugt die Röntgenstrahlung elektrische Signale, die digitalisiert in ein Bild der Brust transformiert werden. Bildnachbearbeitungen wie Kontrastverbesserung, beliebige Ausschnittsvergrößerungen und Biometrie sind entscheidende Vorteile der Digitaltechnik und verbessern die Diagnosesicherheit.
Die Einführung der Vollfelddigitalisierung in die Mammographie ist die Grundlage für eingesetzte Innovationen wie Tomosynthese mit synthetischer 2-D-Mammographie oder die Nutzung eines CAD-Systems.

Wann wird die digitale Mammographie angewandt?

Im Folgenden erhalten Sie Informationen zu der kurativen bzw. diagnostischen Mammographie. In diesem Fall erfolgt die Untersuchung aufgrund einer Auffälligkeit in der Brust.

Indikationen für eine kurative Mammografie sind:  

  • Auffälliger Tastbefund, Größenzunahme einer Brust, Verfärbungen
  • Schmerzen
  • Hautveränderungen
  • Sekretion aus der Brustwarze
  • Familiäres Brustkrebsrisiko
  • Auffälliger Befund bei einer Voruntersuchung (z. B. beim Ultraschall)
  • Brustkrebs-Nachsorge
  • Frauen über 70 Jahre als Früherkennungsuntersuchung  

Informationen zur Früherkennungsuntersuchung im Rahmen des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms für Frauen zwischen 50–69 erhalten Sie hier.

Wie wird die digitale Mammographie durchgeführt?

Bitte bringen Sie am Untersuchungstag die Überweisung Ihres behandelnden Arztes mit – für gesetzlich versicherte Patienten ist diese zwingend erforderlich. In unserer Praxis wird die ambulante Untersuchung dann von speziell geschulten Fachkräften an qualitätsgesicherten, modernen Geräten durchgeführt. Hierfür wird die Brust für den Moment der Röntgenstrahlungsanwendung komprimiert. Anschließend begutachten die erfahrenen Ärzte die Aufnahmen.

Sie sollten am Tag der Untersuchung Kleidung tragen, die Sie leicht ablegen können, da Sie sich bis zur Taille für die Untersuchung ausziehen müssen. Außerdem bitten wir Sie, vor der Mammographie auf Körperlotionen (insbesondere mit Glitzerpartikeln) und Deodorant zu verzichten. Diese enthalten teilweise Stoffe, die zu Bildverfälschungen führen und vor der Untersuchung entfernt werden müssen.

Auch Frauen mit Brustimplantaten können eine Mammographie durchführen lassen. Informieren Sie auf jeden Fall vor der Untersuchung die radiologische Fachkraft. Implantate können in der Mammographie den Anschein von Veränderungen im Brustgewebe erwecken. Sie können aber auch tatsächlichen Brustkrebs verdecken.

Die Komprimierung der Brust empfinden einige Frauen als unangenehm. Sie ist allerdings notwendig, da eine Strahlenbelastung auf diese Weise reduziert und die Bildqualität verbessert wird. Die Kompressionsdauer liegt bei ca. 20 Sekunden. Unser Fachpersonal wird mit Ihnen gemeinsam den bestmöglichen Kompromiss finden.

Neben der Mammographie werden gegebenenfalls zur weiteren Abklärung folgende ergänzende Untersuchungsmethoden zum Ausschluss von Brustkrebs genutzt:

  • Tomosynthese
    Diese neue Technik der Schichtuntersuchung der Brust eignet sich sehr gut als Zusatz-Untersuchung zur Mammographie, wenn dichtere, nicht gut einsehbare Gewebeanteile oder Architekturstörungen genauer beurteilt werden müssen. Für die Patientin unterscheidet sich der Untersuchungsablauf der Tomosynthese nicht merklich vom Ablauf der herkömmlichen Mammographie. Auch hier wird die Brust komprimiert.
  • Ultraschall
    Die Ultraschalluntersuchung hat den Vorteil, dass sie ohne Strahlenbelastung auskommt und gerade in dichtem, jungem Brustgewebe Knoten entdecken kann, die der Mammographie entgehen können. Ihr Nachteil ist, dass sie weniger eindeutige Bilder liefert als die Mammographie. Bei der Abklärung verdächtiger Knoten kann der Ultraschall jedoch wertvolle Zusatzinformationen bieten. Die Untersuchung wird von unseren erfahrenen Ärzten selbst durchgeführt.
  • Magnetresonanztomographie
    Die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie kommt ebenfalls ohne Strahlenbelastung aus und liefert zum Teil sogar noch genauere Bilder als die Mammographie. Dafür produziert sie mehr auffällige Befunde und ist sehr aufwändig. Bei Frauen mit erblicher Belastung hat sie jedoch Vorteile.
  • Digitale Galaktographie
    Hierbei geht es um Veränderungen in den Milchgängen, die durch eine Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze auffällig werden und auch bösartig sein können. Bei der Untersuchung wird eine geringe Menge Kontrastmittel in den Milchgang eingebracht, dann werden Aufnahmen wie bei der Mammographie angefertigt.

Was sind die Vorteile der digitalen Mammographie in der DIRANUK?

Die Praxis organisiert seit 2006 das Mammographie-Screening in den Kreisen Bielefeld und Gütersloh und kooperiert mit allen regionalen Brustzentren, sodass Patienten von einer hohen Expertise in der Brustdiagnostik profitieren. Die Präsenz mehrerer spezialisierter Ärzte ermöglicht zudem eine Doppelbefundung im ärztlichen Konsil und damit eine sichere Diagnose. Modernste Geräte, helle Räume und ein sehr gutes Zeitmanagement mit kurzen Termin-Wartezeiten von ca. einer Woche schaffen weiterhin einen hohen Patientenkomfort.

Die Mammographie-Aufnahmen werden bei uns mit hochmodernen Detektorsystemen angefertigt, die eine nochmals verbesserte Darstellung bieten. Die EU-Vorgaben (Erfahren Sie hier mehr) zur Strahlenbelastung bei der Mammographie werden deutlich unterschritten. Ergänzt wird die Diagnosefindung durch die Anwendung eines CAD-Systems (Computer-Assisted-Detection), welches auffällige Areale in der Brust hervorheben kann.

Mit der Tomosynthese bietet die DIRANUK die neueste Technik der Schichtuntersuchung der Brust. Sie eignet sich sehr gut als Zusatz-Untersuchung zur Mammographie, wenn dichtere, nicht gut einsehbare Gewebeanteile genauer beurteilt werden müssen. Dies wird durch die Darstellung der Brust in einzelnen elektronisch erstellten Schichtaufnahmen erreicht. Zudem liefert uns die C-View-Technik nach der Tomosynthese planare Mammographien.

Durch das standortübergreifende Angebot im Bereich der Mammographie können Patientinnen frei wählen, ob sie in Bielefeld, Gütersloh oder Bad Salzuflen untersucht werden möchten. Vorbefunde stehen an jedem Ort zur Verfügung.

Alle Praxen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto gut zu erreichen. Bahnhöfe, Straßenbahn- oder Bushaltestellen sind nur wenige Minuten entfernt. Ebenfalls sind an allen Standorten ausreichend Parkplätze vorhanden.

Was sollte die Patientin nach der Untersuchung beachten?

Es ist empfehlenswert einen Röntgenpass zu führen, der Ihnen einen Überblick über Ihre Untersuchungen gibt. Einen solchen Pass erhalten Sie in unseren Röntgenabteilungen.